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Author: Created: Donnerstag, 18. August 2011
Dies ist der Blog von Werner Kolb
By Werner Kolb on Donnerstag, 20. September 2018
Eine bundesweite Rechtsfront wäre jetzt schon verwirklichbar. Bei der Bundestagswahl 2017 erreichte die Union 32,9 %, die AFD 12,6 % und die FDP 10,7 %. Eine Rechtsfrontkoalition dieser drei Parteien hätte also 56,2 % und damit eine absolute Mehrheit. Die präfaschistische AFD würde einer solchen Rechtsfront sicher begeistert zustimmen. Die FDP hat sich seit der Bundestagswahl weiter nach rechts orientiert und versucht, ähnlich wie die CSU, der AFD mit etwas weniger aggressiven ausländerfeindlichen Aussagen Konkurrenz zu machen. In der CSU herrschen die rechtskonservativen Oligarchen Seehofer, Söder, Dobrindt, Scheuer und Blume und Co. über deren politische Ausrichtung. Sie ähnelt seit Jahren der Richtung, die von den Deutschnationalen am Ende der Weimarer Republik verfolgt wurde, die 1933 dann mit der NSDAP die erste Hitler-Regierung bildeten. In ihr besetzten die Deutschnationalen 70 % der Ministersitze. Im Wege steht einer solchen Rechtsfrontkoalition nur noch der liberal-konservative Flügel der CDU, der zur...
By Werner Kolb on Montag, 3. September 2018


Im Jahr 1972 wurde ich bei den Jungsozialisten in der SPD politisch aktiv. Das Ziel der Jusos, die SPD mit Hilfe der damals sogenannten Doppelstrategie, also mit außer- und innerparteilicher Politik, dazu zu bringen, sich mehr nach links zu orientieren, Richtung demokratischer Sozialismus, gefiel mir. Das ging spätestens Ende der 1970er Jahre schief, als die SPD begann, besonders aufmüpfige Jungsozialisten rauszuwerfen, gegen den linken Flügel also restriktiver vorzugehen. Ich ging freiwillig und beschränkte mich erst einmal darauf, in verschiedenen sozialen Bewegungen aktiv zu sein. Ab 1982 versuchte ich praktisch dasselbige, diesmal mit den Grünen. Auch das ging schief. Als sich 2002 abzeichnete, daß das "rot-grüne Projekt", auf das ich meine Hoffnungen gesetzt hatte, in einem großen Desaster enden würde, machte ich Schluß mit aktiver Politik. Seitdem hatte ich mich darauf beschränkt, das politische Kasperltheater...
By Werner Kolb on Freitag, 24. August 2018
Ein wunderschöner Song von John Lennon, gewidmet mal all denen, deren Veränderungshorizont und -willen immer an den nationalen und ökonomisch-systemischen Grenzen endet und die gar nicht aufstehen, auch wenn sie es sagen, sondern sitzenbleiben:

https://www.google.com/search?q=imagine+youtube&ie=utf-8&oe=utf-8&client=firefox-b-ab

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By Werner Kolb on Donnerstag, 23. August 2018
Der Kapitalismus ist ja längst zur Weltvernichtungsmaschine entartet und zerstört weltweit die natürlichen Lebensgrundlagen vieler Lebensformen, unter anderem die des Menschen. Er verursacht heute schon den Tod von Millionen Menschen durch Kriege, menschenverursachte Naturkatastrophen und umweltverursachte Krankheiten. Angetrieben, gesteuert und in ihrer tödlichen Wirkung ständig verbessert wird diese Weltvernichtungsmaschine durch die sogenannten Eliten in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

Ist es nicht an der Zeit, mal darüber nachzudenken und zu diskutieren, ob wir Betroffenen, wo immer wir leben, nicht längst das Recht haben, uns bei allem, was wir gegen die Weltvernichtungsmaschine und ihre Eliten unternehmen, auf unten stehende drei Paragraphen des BGB zu berufen?

§ 227 Notwehr

(1) Eine durch Notwehr gebotene Handlung ist nicht widerrechtlich.

(2) Notwehr ist diejenige Verteidigung, welche erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich...
By Werner Kolb on Freitag, 1. Dezember 2017
Leider wird auch im NK-Artikel vom 30.11.2017 (Neue Hoffnung für das Babylon) nicht auf die unterschiedliche Behandlung Bayreuther Jugendeinrichtungen eingegangen. Das Babylon muß schließen, weil etwa 30.000 ¤ jährlich für den Unterhalt fehlen. Das Jugendkulturzentrum wird alleine von der Stadt jedes Jahr mit 200.000 ¤ gefördert. Und niemand regt sich groß darüber auf, wenn die Geschäftsführerin mal eben 150.000 ¤ unterschlägt. Es wird nicht einmal sofort angezeigt, die im Jugendkulturzentrum herrschende CSU-Bagage hält es auch nicht für nötig, die Oberbürgermeisterin sofort zu informieren. Es ist dem Vereinsvorstand nicht einmal aufgefallen, daß Geld fehlt. Das wirft doch die Frage auf, ob die 200.000 ¤ Förderung überhaupt notwendig sind. Eigenständige Kulturarbeit leistet dieses Elitenprojekt doch sowieso nicht. Warum werden von der vergleichsweise gigantischen städtischen Fördersumme nicht einfach die Mittel abgezogen, die dem Babylon fehlen? Typisch ist auch, daß jetzt die Schoko ins Spiel gebracht wird. Sie soll die Babyloner aufnehmen. Von mehr Geld und mehr Personal ist bisher allerdings nicht die Rede. Oder warum wird für die Babyloner nicht Raum im Jugendkulturzentrum geschaffen? Tatsächlich ist das einzige, was das Jugendkulturzentrum von Schoko und Babylon unterscheidet, daß es ein Elitenprojekt ist. Da steht dann auch die Bayreuther Elite geschlossen dahinter, wie schon die CSU-Führerschaft zeigt. Weshalb auch ohne Nachdenken Geld ohne Ende  reingesteckt wird, auch wenn es dann gestohlen wird. Halt mal wieder Klassenkampf von oben.

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By Werner Kolb on Dienstag, 28. November 2017
Das erste Gesetz, mit dem der Straßenverkehr in Deutschland geregelt wurde, war die Reichs-Straßenverkehrs-Ordnung. Sie wurde 1934 erlassen, also bemerkenswerterweise schon unter der Verantwortung der Faschisten. Ersetzt wurde durch sie das "Gesetz über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen" vom 3. Mai 1909. Inhalt dieses Vorläufergesetzes war vorrangig die Regelung der Haftung bei Verkehrsunfällen mit Kraftfahrzeugen. Damit wird sonnenklar, daß die Regelung des Straßenverkehrs erst nötig wurde, als die ersten motorisierten Todesmaschinen, verharmlosend "Automobil" genannt, ihre Dominanz auf den Straßen der Welt mit Gewalt durchzusetzen begannen. Tausende Jahre lang war es davor in den urbanen Räumen auf diesem Planeten üblich, daß die Verkehrsteilnehmer regelungslos durcheinander wuselten. Ohne motorisierte Todesmaschinen war das gefahrlos möglich, was auf alten Fotos, etwa aus den 20iger Jahren des letzten Jahrhunderts, leicht zu besichtigen ist. Dieses wunderbare effiziente Durcheinander, heute neudeutsch "Shared...
By Werner Kolb on Mittwoch, 1. November 2017
Manchmal wird man vom Kurier freudig überrascht. In diesem Fall gräbt er doch tatsächlich eine Meldung über meinen vor 25 Jahren gestellten Antrag aus, eine Fahrradabstellplatzsatzung in Bayreuth einzuführen. Ich wusste davon nichts mehr. Interessant ist diese archäologische Ausgrabung, weil vor wenigen Tagen dieses Thema wieder einmal im Stadtrat anstand. Und sich dabei herausstellte, daß zumindest einige Stadträte im letzten Vierteljahrhundert nichts dazugelernt haben.

Statt sachlicher Gründe bringen diese fundamentalistischen Verweigerer aller Neuerungen, die nicht in ihr schrulliges Weltbild passen, wieder jene uralten Polemiken vor, die sie immer auftischen, wenn ihnen nichts Intelligentes einfällt - also so gut wie immer: "eine Diktatur der Bürokratie", "gilt diese Satzung auch für Kinderwägen?","Wer fährt denn Rad? Vielleicht ein paar Grüne im Sommer." Es gibt in dieser Republik etwa 30000 Gesetze, Verordnungen, Satzungen und andere Regeln, darunter beispielsweise eine Kfz-Stellplatzordnung und...
By Werner Kolb on Montag, 11. September 2017
Die westdeutsche Demokratie ist nicht auf hehren Idealen wie Einigkeit und Recht und Freiheit oder den sogenannten westlichen Werten errichtet worden, die dem Wirklichkeitstest sowieso nicht standhalten. Das Fundament waren die vier großen amerikanischen C: cigarettes, chocolate, chewing gum und cola. Auf die darbenden Deutschen wirkte die von den amerikanischen Soldaten vermittelte Sicht auf den materiellen Lebensstil der US-Amerikaner faszinierend. Von der amerikanischen "democracy" nahmen die unbedarften Deutschen dann an, daß sie halt dazugehört. Das machte sie beliebt. Diese Orientierung am Materiellen ist in Ordnung; denn, wie schon Bertold Brecht sagte,...
By Werner Kolb on Donnerstag, 17. August 2017
Bemerkenswert an den Wahlaussagen der etablierten Parteien ist nicht, was sie sagen, sondern was sie nicht sagen oder nur vage andeuten. Gedanken darüber muß man sich aber nur bei denen machen, die für sich beanspruchen, über das Weiter so hinaus gehen zu wollen. Die Unionsparteien wollen das offensichtlich nicht; denn sie bestehen darauf, daß es "Deutschland so gut gehe wie nie zuvor" (Kanzlerin Merkel). Für die FDP gilt das genauso. Was sie dabei geflissentlich verschweigen ist, daß dies sicher für die Reichen und Superreichen gilt und für die mit gehobenem und mittlerem Einkommen. Alles in allem sind das etwa 50 % der Bevölkerung. Das Einkommen der unteren Hälfte stagniert oder sinkt...
By Werner Kolb on Dienstag, 11. Juli 2017
Eigentlich wollte ich ja nichts zu dem sagen, was da in Hamburg abgelaufen ist; denn eigentlich ist es nach dreißig Jahren politischer Praxis außerhalb und gegen den Mainstream gähnend langweilig, sich immer wieder mit den gleichen stumpfsinnigen Beschimpfungen gegen "Links" auseinandersetzen zu müssen. Es sind ja auch nie wohlformulierte Argumente, sondern armseliges Gekeife, mit dem Ordnungswidrigkeiten und Straftaten dem linken Lager zugeordnet werden. Doch man muß den Ekel vor dem ermüdenden antiintelligenten Gekeife überwinden und doch was sagen. Wenn man es unwidersprochen lässt, landet man möglicherweise schneller als man denkt in einem autokratischen Polizei- und Überwachungsstaat,...

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Meine politische Horrorvision heißt Rechtsfront
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Notwehr, Notstand, Selbsthilfe
Klassenkampf von oben - Jugendkulturzentrum, Babylon, Schoko
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Ihr, die ihr nicht dazugehört, haltet Euch fern
Bundestagswahl 2017 - was die Parteien nicht sagen
Das uralte Extremistenlied gegen das Linksböse

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